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DAS OHR - Unsere Tür zur Klangwelt

Das Brummen der Kaffeemaschine am morgen, herannahende Autos, das Klingeln des Telefons, das Zwitschern der Vögel – unser Gehör ist immer „on". Anders als beispielsweise unsere Augen können wir unsere Ohren nicht einfach schließen. Sie nehmen den ganzen Tag über alle Geräusche wahr. Und zwar mit einem Ohr einen Sekundenbruchteil früher als mit dem anderen – nur so können wir einordnen, aus welcher Richtung ein Ton kommt. Unsere Ohren sind also die Basis für unsere gesamte Kommunikation. 

Äußerlich sehen wir nur die Ohrmuschel. Ein "Schalltrichter" aus elastischen Knorpel, der die Schallwellen in den Gehörgang leitet. Übrigens: Unsere Ohrmuschel ist einzigartig. Unser Ohrabdruck ist also quasi wie ein Fingerabdruck und kann so auch in der Kriminalistik zur Identifizierung einer Person herangezogen werden. Zum Außenohr gehören auch noch Ohrknorpel und Ohrläppchen.


Die außergewöhnliche Beschaffenheit der Ohrmuschel mit den vielen Furchen erfüllt eine ganz besondere Aufgabe: Die Vertiefungen und Erhebungen bilden sogenannte akustische Resonatoren, die in Schwingungen versetzt werden. Je nach Frequenz ergibt sich eine differenzierte Schwingung. Durch den Gehörgang werden die Schwingungen an das Trommelfell weitergeleitet. 

Der Großteil unseres Gehörs befindet sich jedoch in unserem Kopf und setzt sich aus dem Mittel- und Innenohr zusammen. Zum Mittelohr gehören Trommelfell und Gehörknöchelchen. Hammer, Ambos und Steigbügel sind die kleinsten Knochen im menschlichen Körper. Über die Ohrtrompete ist das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum und über das runde Fenster mit dem Innenohr verbunden.


Im Innenohr finden sich dann Gehörschnecke und das Gleichgewichtsorgan. Beides befindet sich in einem Hohlraum im Schläfenbein, ist mit Flüssigkeit gefüllt und besitzt Haarzellen, die Nervenimpulse an das Gehirn senden.