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Unser Hören ist das Ergebnis eines eindrucksvollen Zusammenspiels von Außenohr, Mittelohr, Innenohr und Gehirn.

1. Das Außenohr besteht aus Ohrmuschel und Gehörgang. Dort wird der Schall aufgefangen, verstärkt und störende Windgeräusche abgedämpft. Durch ihre Form verbessert die Ohrmuschel das Richtungshören.


3. Das Innenohr besteht aus den Bogengängen, die für das Gleichgewicht zuständig sind und der Hörschnecke (Cochlea), die für die Schallverarbeitung sorgt. Die Schwingungen der Gehörknöchelchen werden auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke übertragen. Es ensteht eine Wellenbewegung, welche die Haarsinneszellen reizt. 
Die feinen Härchen werden bewegt und leiten die Informationen über die Hörnerven an das Gehirn weiter. Im Innenohr wird die mechanische Bewegung der Haarsinneszellen in elektrische Nervenimpulse umgewandelt. Diese werden an das Gehirn weitergeleitet - wir hören.

2. Das Mittelohr (Paukenhöhle) besteht aus Trommelfell, Ohrtrompete und Gehörknöchelchenkette (Hammer,Amboss und Steigbügel) . Die Ohrtrompete ist für den Druckausgleich zuständig. Trifft der Schall auf das Trommelfell, fängt es an zu vibrieren und versetzt die Gehörknöchelchenkette in Schwingung. Die Gehörknöchelchen verstärken den Schall und leiten ihn zum Innenohr weiter.


4. In beiden Gehirnhälften werden die Nervenimpulse verarbeitet und das Gehörte emotional zugeordnet, d.h. es entscheidet sich, ob wir einen Klang als Genuss oder Lärm empfinden. Fremde Töne werden im Großhirn mit der bisherigen Hörerfahrung verglichen. Hier wird Sprache verstanden und sämtliche Klänge abgespeichert um sie später wieder erkennen und vergleichen zu können.

WENN DIE HAARSINNESZELLEN BESCHÄDIGT SIND


Die häufigste Art einer Hörminderung ist die sogenannte Schallempfindungstörung. Sie liegt im Innenohr und wird zumeist durch eine Schädigung der Haarsinneszellen hervorgerufen. Das eigentliche Hörorgan (Cortisches Organ) liegt in der Hörschnecke. Dort befinden sich etwa 15 000 Haarsinneszellen. Es gibt äußere und innere Haarsinneszellen, diese sind in Reihen angeordnet. Die Haarsinneszellen im Eingangsbereich der Hörschnecke sind für hohe Töne, die in der Schneckenspitze für tiefe Töne zuständig. Sind Haarsinneszellen zerstört, können die zugehörigen Schallanteile nicht mehr richtig registriert und übertragen werden. 

Zerstörte Haarsinneszellen sind nicht mehr regenerierbar, jedoch lassen sich durch gezielte Hörübungen die Verknüpfungen der Hörbahnen wieder aufbauen.

NEURONALE VERKNÜPFUNG VON NERVENZELLEN

Werden die Nervenzellen der Hörbahnen nicht mehr stimuliert, bilden sie sich zurück. Die Reizverarbeitung verschlechtert sich und das Gehirn verlernt Sprache und Geräusche angemessen zu verarbeiten. Diesen Abbauprozess nennt man Hörbahn-degeneration. Dadurch ist die Filterung, also das Hinhören zum Gesprächspartner und das Ausblenden von Umgebungslärm, beeinträchtigt. 

Der Schwerhörige kann besonders in Gesellschaft nicht mehr so gut verstehen oder muss sich sehr konzentrieren, ermüdet schneller. Deshalb setzen wir bei der exakten Anpassung Ihres Hörsystems, neben gut verständlicher und umfassender Hörinformation, auf ein anpassungsbegleitendes Hörtraining.
Je besser die Hörbahnen miteinander verknüpft sind umso flexibler ist unser Hören und Denken. So sorgen Sie mit dem Pro Akustik Hörtraining  für Ihre Hörqualität und halten sich ganz nebenbei geistig fit und flexibel.

Das Gehirn lernt Gehörtes wieder besser einzuordnen, z.B. Sprache klarer zu verstehen um unerwünschte Geräusche auszublenden.



Gönnen Sie sich ein entspanntes und bewusstes Hörerleben 
mit dem Pro Akustik HörtrainingWir unterstützen Sie dabei.