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Wissenschaft bestätigt: Hörgeräte können Demenz vorbeugen

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, ist bei schwerhörigen Menschen erhöht – das bestätigt nun offiziell die Wissenschaft. "Das Gedächtnis braucht Stimulation, damit die geistige Leistungsfähigkeit erhalten bleibt", erklärte dazu bereits Prof. Robert Perneczky vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München gegenüber der Abendzeitung München. Menschen, deren Hörleistung gemindert ist, hätten oftmals kein aktives Sozialleben mehr und würden dementsprechend weniger Impulse für Ihr Gehirn erhalten.


Im Umkehrschluss bestätigen die Wissenschaftler, dass Hörgeräte einer drohenden Demenz vorbeugen können. "Wir wissen mittlerweile, dass der Einsatz von Hörgeräten eine günstige, wirksame Methode ist, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken", so Perneczky gegenüber den Medien. "Mit einem Hörgerät wäre ein Risikofaktor für Demenz leicht auszuhebeln", bestätigt auch Prof. Anja Schneider. Sie leitet die Arbeitsgruppe für translationale Demenzforschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Gemeinsam mit Angelika Illg, pädagogische Leiterin des Deutschen Hörzentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), erforscht sie den Zusammenhang von gutem Hören und dem Verlust von geistigen Fähigkeiten. "Viele Faktoren gehen Hand in Hand und bedingen einander."


Das Gehör schon in jungen Jahren schützen

Um nicht im Alter unter Schwerhörigkeit zu leiden, sollte man bereits als Jugendlicher oder junger Erwachsener seine Ohren auf Konzerten vor zu lauter Musik schützen und beispielsweise auch Kopfhörer mit integriertem Schutz verwenden. Denn wie eine Auswertung der Gesundheitsakten von über 15.000 hörbeeinträchtigten Menschen aus Taiwan zwischen 45 und 64 Jahren ergeben hat,